Runder Tisch gegen Rassismus startet Plakataktion gegen Alltagsrassismus

Dachau, 17. März 2025 – Der Runde Tisch gegen Rassismus Dachau e.V. initiiert eine neue Plakataktion, um auf Rassismus im Alltag aufmerksam zu machen. Ziel der Aktion ist es, Betroffenen eine Stimme zu geben, die breite Öffentlichkeit für das Thema Alltagsrassismus zu sensibilisieren und so zum Dialog anzuregen. Parallel dazu findet am 28.03. in Dachau während der Internationalen Wochen gegen Rassismus der „Tag gegen Rassismus“ statt.

Im Rahmen dieser Kampagne rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus im Alltag zu teilen. Betroffene können an einer Umfrage teilnehmen und ihre Erlebnisse schildern. Die anonymisierten Berichte werden dann in gekürzter Form auf Plakaten in der Stadt und im Landkreis veröffentlicht. So möchten wir die unsichtbaren, aber alltäglichen Diskriminierungen sichtbar machen und zum Nachdenken anregen.

„Alltagsrassismus ist ein weit verbreitetes, aber oft übersehenes Problem. Die ausländerfeindliche Rhetorik vor und während der Bundestagswahlkampfes ist nur die Spitze des Eisbergs. Rassismus ist in unserem Alltag allgegenwärtig. „Mit unserer Plakataktion möchten wir hierfür ein Bewusstsein schaffen und zeigen, dass Rassismus – und dazu gehören auch vermeintlich harmlose Äußerungen im Alltag – in unserer Gesellschaft keinen Platz hat“, erklärt Daniel Burandt. „Die Geschichten der Betroffenen sollen wachrütteln und dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern.“

Die Teilnahme an der Umfrage ist ab sofort möglich. Wir laden alle, die Rassismuserfahrungen gemacht haben, ein, ihre Geschichten zu teilen. Die Umfrage ist online verfügbar unter www.rassismus-in-dachau.de.

„Es ist wichtig, dass wir gemeinsam ein Zeichen setzen und den Betroffenen von Rassismus eine Plattform bieten“, betont Osama Kezzo, Migrations- und Integrationsbeirats Dachau.

Der Runde Tisch gegen Rassismus Dachau e.V. setzt sich für die Förderung von Toleranz und die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung ein. Der Verein organisiert regelmäßig Veranstaltungen und Kampagnen, um das Bewusstsein für diese wichtigen Themen zu schärfen und die Gemeinschaft zu stärken. Weitere Punkte zum Runden Tisch gegen Rassismus auf der Homepage https://dachau-zeigt-zivilcourage.de . Dort ist auch die Liste der rund 50 Mitgliedsorganisationen zu
finden.

[02.02] Berichte zur Demonstration „Demokratie braucht Vielfalt“

Presseartikel:

– 04.02.2025 SZ Dachau: 5000 Menschen, eine klare Botschaft gegen rechts.
– 03.02.2025 SZ Dachau: Für Vielfalt und gegen Rechts
– 03.02.2025 Dachauer Nachrichten: „Demokratie ist wie mein Mann – anstrengend“

Fotogalerie (© Wolfgang Feik)

Redebeiträge:

[02.02.] Einladung zur Demo: Demokratie braucht Vielfalt

Wir alle erinnern uns noch an Ende Januar 2024, als 4000 Menschen den Wunsch nach „Demokratie verteidigen, Rechtsextremismus bekämpfen“ zu einer der größten Demonstrationen gemacht haben, die Dachau je gesehen hat.

Demokratie braucht Vielfalt! Unter diesem Motto ruft nun wieder ein breites, überparteiliches und konfessionsübergreifendes zivilgesellschaftliches Bündnis zu einer Demonstration für Demokratie, Vielfalt und Miteinander auf. Denn wir brauchen weder Hass noch Hetze, weder Lügen noch Geschichtsrevisionismus. Nicht Einfalt siegt, sondern Vielfalt! Die Demo wird am

Sonntag, 02. Februar um 14 Uhr
am Ernst-Reuter-Platz in Dachau-Ost

starten. Die Federführung haben der Runde Tisch gegen Rassismus und das Demokratiebündnis Dachauer Land. Es wird wieder Redebeiträge aus der Zivilgesellschaft, Musik und zwischendurch einen Umzug durch die Straßen von Dachau-Ost geben.

Bitte gebt den Termin über Eure Netzwerke weiter, damit wieder möglichst viele Menschen teilnehmen können.

Sharepic Einladung zur Demo am 2. Februar in Dachau Ost

[24.01.] Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst

Es kann wirklich niemand mehr sagen, man hätte es nicht gewusst: Die Enthüllungen um ein Geheimtreffen von Rechtsextremen – mittendrin hochrangige AfD-Politiker – in Potsdam haben Ende 2023 gezeigt, wohin die AfD strebt. Das Recherchenetzwerk CORRECTIV hat die Pläne zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland dokumentiert. Das Stichwort „Remigration“ markiert nun für jeden sichtbar den Rechtsextremismus innerhalb der AfD. Unter anderem als Reaktion darauf gingen in Deutschland Millionen Menschen auf die Straße, um für unsere Demokratie Gesicht zu zeigen, darunter auch 4000 in Dachau

Der Investigativjournalist Marcus Bensmann ist Teil des Medienhauses von CORRECTIV und recherchiert seit 2016 zur AfD. Er kommt auf Einladung von Änderwerk und Runder Tisch gegen Rassismus am

Freitag, 24.01.2025 um 19 Uhr
nach Dachau ins Ludwig-Thoma-Haus

und spricht aus seinen Büchern „Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst“ sowie „Der AfD-Komplex“ über die ungeheuerlichen Pläne der AfD.

Darin sind die CORRECTIV-Recherchen zur „Alternative für Deutschland“ und ihren andauernden Angriff auf die Demokratie zusammengefasst. Das Mittel der AfD dabei ist die Desinformation. CORRECTIV deckte illegale Parteispenden auf und wie die AfD aus der Schweiz über einen Tarnverein mit einer Wahlkampfhilfe in Millionenhöhe groß gemacht wurde. CORRECTIV zeigte, wie die AfD zur „Alternative für Russland“ wurde. Diese Abkehr aus der Westbindung hat Konsequenzen. Der Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, Maximilian Krah, forderte die Abkehr von den allgemeingültigen Menschenrechten…

Im Anschluss an seinen Vortrag gibt es eine Diskussionsrunde mit Marcus Bensmann und Fabian Handfest. Er ist bekanntlich u.a. Co-Sprecher des Runden Tischs gegen Rassismus Dachau und gibt Einblicke in Rechercheergebnisse zu rechtsextremen Aktionen vor Ort, auch bezogen auf die AfD. Die Runde, in die auch das Publikum einbezogen wird, wird von der SZ-Lokalredaktion moderiert.

Ankündigung der Veranstaltung in der Dachauer Süddeutschen Zeitung .

Die Dachauer Süddeutsche Zeitung berichtet über die Veranstaltung.

Fotos von der Veranstaltung (Bildrechte: Runder Tisch gegen Rassismus):