Mitteilung: Vorstand bestätigt. Neuer Merch!

Die Mitglieder des Runden Tisches gegen Rassismus Dachau haben ihren Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Mit großer Freude präsentieren (im Bild v.l.n.r.) Schatzmeisterin Feliza Ceseña sowie die Sprecher Fabian Handfest und Peter Heller die neuen T-Shirts und Taschen des Vereins mit Öko-Label. Für seine intensive Arbeit trifft sich der Runde Tisch alle zwei Monate im Plenum und zählt mittlerweile über 120 Mitglieder. Darunter befinden rund 50 Institutionen, die die breite Verankerung der Werte des Runden Tisches gegen Rassismus in der hiesigen Gesellschaft verdeutlichen.

Veranstaltung: „Rassismus im Alltag? Doch nicht bei uns!“

Dachau ist eine weltoffene Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität leben und die von jährlich über einer Million Menschen besucht wird. Der Landkreis wirbt als „weltoffene Kommune“ für sich. Und trotzdem gibt es auch bei uns den ganz alltäglichen Rassismus. Wie bitte?

„Rassismus im Alltag? Doch nicht bei uns!“

…lautet deshalb auch der Titel einer Podiumsdiskussion, in der Betroffene mit Erfahrungsberichten zu Wort kommen. Sie leben teilweise schon Jahrzehnte hier bei uns. Fünf Menschen mit Flucht- bzw. Migrationserfahrung zeigen drastisch auf, was sie und andere teilweise täglich erleben – begonnen mit der fast schon klassischen Frage an People of Colour „Wo kommst Du denn her?“ bis hin zu menschenverachtender Ausgrenzung.

Donnerstag, 11.05.23. um 19 Uhr (Einlass ab 18.30)
Ort: Ludwig-Thvoma-Haus, Augsburger Str. 23, 85221 Dachau

Das Impulsreferat wird von Dr. Carmen Buschinger, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Augsburg gehalten. Die anschließende Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum wird geleitet von Markus Weinkopf, u.a. Moderator, Mediator und Coach aus München.

Mahnwache gegen das Vergessen: Zum 90. Jahrestag der Eröffnung des ersten Konzentrationslagers der Nationalsozialisten in Dachau

Mittwoch, den 22.03.2023 um 18.00 Uhr am Ernst-Reuter-Platz in Dachau.

Zwischen 1939 und 1945 wurden in Dachau rund 200.000 Häftlinge interniert, ca. 41.500 kamen ums Leben. Am Anfang waren es politisch Andersdenkende wie z. B. Kommunisten und Sozialdemokraten. Ab 1941 auch Angehörige jüdischen Glaubens, Sinti und Roma, Kriegsgefangene sowie politisch Verdächtige aus den von den Nazis besetzten europäischen Gebieten.

Wir wollen bei einer Mahnwache an die ersten Häftlinge aus Dachau und Umgebung erinnern. Im Erinnern an die Dachauer Häftlinge wollen wir verdeutlichen, dass es nicht nur Häftlinge von überall in Europa gab, sondern die Deportationen auch Dachauer Bürger betraf, Menschen, die aus ihrem Lebensumfeld gerissen wurden, weil sie dem Naziregime nicht genehm waren.

„Vom KZ-Außenlager ins Schaufenster: Das Allacher Porzellan“

Mittwoch, 19.10.2022 – 19:00 Uhr
Ort: Ludwig-Thoma-Haus, Augsburger Str. 23, 85221 Dachau

In einem Betrieb der SS wurde es unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt: Das Allacher Porzellan. Lässt sich Kunst aus diesem Kontext lösen, wird sie im Schaufenster davon unabhängig?

Mit einem historisch einführenden Vortrag durch Albert Knoll (Archivar KZ-Gedenkstätte Dachau) und einer anschließenden Diskussion mit Politik, Zivilgesellschaft und Bürger*innen wollen wir uns der Geschichte und der heutigen Bedeutung des Allacher Porzellans nähern. Das Allacher Porzellan ist nicht nur oft unbewusst Teil Dachauer Haushalte, es wird auch prominent von Dachauer Händlern angeboten, sei es direkt im Laden oder online. Als Runder Tisch gegen Rassismus wollen wir in Dachau eine Diskussion anstoßen, was dies für die Aufarbeitung der Geschichte der Konzentrationslager und für unsere Gegenwart bedeutet.