[16.07.] Lichtbrücke26 Human Rights FILMFESTIVAL

Diese Woche, vom 16. bis 19. Juli 2026 findet im Ludwig-Thoma-Haus in Dachau zum zweiten Mal das Lichtbrücke – Dachau Human Rights Film Festival statt.

Ausgerichtet von der Seebrücke Dachau und in Kooperation mit dem Runden Tisch gegen Rassismus Dachau und dem Demokratiebündnis Dachauer Land zeigt das Festival an vier Tagen über 30 internationale Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme zu den Themen Menschenrechte, Demokratie und Erinnerungskultur.

Zu den Höhepunkten zählen die Festivaleröffnung am 16. Juli ab 18.30 Uhr mit Schirmherrin Iris Berben und der Vorführung des Spielfilms „Nürnberg“ sowie die Deutschlandpremiere des vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilms „UnBroken“ am 17. Juli um 20.00 Uhr.

„UnBroken“ erzählt die Geschichte von einfachen deutschen Bauersleuten, die während des Krieges sieben Geschwister auf ihrem Hof bei Berlin versteckten und ihnen so das Leben retteten. Es ist die Geschichte der wohl einzigen bekannten Familie von sieben jüdischen Geschwistern, die den Holocaust gemeinsam überlebten und die in der Nachkriegszeit im Kloster Indersdorf waren, bevor sie in die USA auswanderten. Der Film basiert auf Zeitzeugenberichten und bietet eine zutiefst persönliche Perspektive auf Überleben, Resilienz, den Mut gewöhnlicher Menschen und intergenerationelle Erinnerung.

Es ist ein in den USA außerordentlich erfolgreicher Film (Mehr als 1,5 Millionen Streams auf Netflix) mit Bezug zur Indersdorfer Zeitgeschichte.  Ein Teil des Films wurde im  Kloster Indersdorf und am Marienplatz gedreht, die ehemalige Schulleiterin Sw. Borromäha Raabe singt darin ein Abendlied. (Englisch mit deutschen Untertiteln)

Mehr Informationen zum Festival (speziell auch zum Programm und Ticketverkauf) gibt es unter www.lichtbruecke-dachau.de  oder im Programmheft.

„Das letzte Mahl“ – Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit dem Drehbuchautor

Mo 18.11.2019, ab 19:30 Uhr

Am Tag der Machtergreifung Hitlers kommt die jüdische Familie Glickstein in Berlin zum gemeinsamen Abendessen zusammen. Dabei tun sich überraschende Gräben auf: Während die neunzehnjährige Leah ihren Eltern eröffnet, dass sie nach Palästina gehen wird, möchte ihr achtzehnjähriger Bruder mit seinen Freunden zum Fackelzug der Nazis, um der neuen Zeit zu huldigen. Florian Frerichs erzählt in seinem mehrfach ausgezeichneten Kinodebüt von der Welt und den Mitgliedern der jüdischen Familie Glickstein, die zum gemeinsamen Abendessen zusammensitzen, sich Witze erzählen, die politische Situation in Deutschland kontrovers diskutieren und nicht absehen können, dass die Welt am nächsten Morgen eine andere sein wird. Die Bild-Zeitung schrieb anläßlich der Premiere von „Das letzte Mahl“: „Diesen Film braucht Deutschland jetzt!“ Angesichts einer wachsenden rechtspopulistischen Entwicklung in ganz Europa ist dieses Statement Lob und Ansporn zugleich, gegen diese Tendenzen aktiv zu werden.

Nach dem Film steht der Drehbuchautor und Produzent Dr. Stephan Warnatsch für Fragen des Publikums zur Verfügung. Die Veranstaltung wird von Dr. Björn Mensing moderiert.

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„I am not your Negro“ – Filmvorführung mit anschließendem Expertinnengespräch anlässlich des 70. Jahrestags der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte

Montag 10.12.2018, 19:00 Uhr

Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterließ er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel „Remember This House“. Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien dreier enger Freunde werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. I AM NOT YOUR NEGRO schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte.

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