ABGESAGT! Veranstaltung: „Rassismus im Alltag? Doch nicht bei uns!“

Die Veranstaltung muss leider krankheitsbedingt abgesagt werden!

Die Veranstaltung wird im Frühjahr nachgeholt.

Dachau ist eine weltoffene Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität leben und die von jährlich über einer Million Menschen besucht wird. Der Landkreis wirbt als „weltoffene Kommune“ für sich. Und trotzdem gibt es auch bei uns den ganz alltäglichen Rassismus. Wie bitte?

„Rassismus im Alltag? Doch nicht bei uns!“

…lautet deshalb auch der Titel einer Podiumsdiskussion, in der Betroffene mit Erfahrungsberichten zu Wort kommen. Sie leben teilweise schon Jahrzehnte hier bei uns. Fünf Menschen mit Flucht- bzw. Migrationserfahrung zeigen drastisch auf, was sie und andere teilweise täglich erleben – begonnen mit der fast schon klassischen Frage an People of Colour „Wo kommst Du denn her?“ bis hin zu menschenverachtender Ausgrenzung.

Montag 12.12. um 19 Uhr (Einlass ab 18.30)
Ort: Ludwig-Thvoma-Haus, Augsburger Str. 23, 85221 Dachau

Das Impulsreferat wird von Ikram Errahmouni-Rimi, Juristin und Referentin für Vielfalt und Anti-Diskriminierung bei der Bremer Polizei, gehalten. Die anschließende Podiumsdiskussion mit Fragen aus dem Publikum wird geleitet von Markus Weinkopf, u.a. Moderator, Mediator und Coach aus München.

„Vom KZ-Außenlager ins Schaufenster: Das Allacher Porzellan“

Mittwoch, 19.10.2022 – 19:00 Uhr
Ort: Ludwig-Thoma-Haus, Augsburger Str. 23, 85221 Dachau

In einem Betrieb der SS wurde es unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt: Das Allacher Porzellan. Lässt sich Kunst aus diesem Kontext lösen, wird sie im Schaufenster davon unabhängig?

Mit einem historisch einführenden Vortrag durch Albert Knoll (Archivar KZ-Gedenkstätte Dachau) und einer anschließenden Diskussion mit Politik, Zivilgesellschaft und Bürger*innen wollen wir uns der Geschichte und der heutigen Bedeutung des Allacher Porzellans nähern. Das Allacher Porzellan ist nicht nur oft unbewusst Teil Dachauer Haushalte, es wird auch prominent von Dachauer Händlern angeboten, sei es direkt im Laden oder online. Als Runder Tisch gegen Rassismus wollen wir in Dachau eine Diskussion anstoßen, was dies für die Aufarbeitung der Geschichte der Konzentrationslager und für unsere Gegenwart bedeutet. 

Filmvorführung „Der große Demokrator“ und -gespräch mit Rami Hamze

Donnerstag, 20.10.2022 – 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Max-Mannheimer-Haus, Roßwachtstraße 15, 85221 Dachau
Keine Anmeldung notwendig, Plätze sind dennoch begrenzt

Der Filmemacher Rami Hamze will sich engagieren. Er will etwas Nützliches tun. So beginnt die Geschichte einer Reise, die ihn nach Köln-Kalk führt. Er sammelt 10.000 € Spendengelder und stellt sie den Kalker Bürgern zur Verfügung. Sie sollen entscheiden, wie sie das Geld in ihren Stadtteil investieren wollen. Unter dem Motto „Kalk für Alle“ können alle mitmachen: Demokratie zum Anfassen. Ein Dokumentarfilm, der motiviert Dinge zu ändern.

Einlassvorbehalt: „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.“

Online-Vortrag und Austausch „Racial Justice und EU-Politik“

Mittwoch, 21.09.2022 – 18:30 bis 20:00 Uhr
Ort: Online über Zoom mit Simultanübersetzung (EN-DT)
Anmeldung über politischebildung@kjr-dachau.de

Referent: Alfiaz Vaiya, Equinox

Ein echter Wandel hin zu Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für rassifizierte Gruppen kann nur erreicht werden, wenn rassifizierte Menschen und Gruppen bei allen sie betreffenden Entscheidungen im Mittelpunkt stehen. Systeme und Strukturen müssen sich ändern, von lokalen, nationalen und internationalen Institutionen bis hin zu Politik und EU-Recht. Genau daran arbeitet „Equinox – Initiative for Racial Justice“ zusammen mit führenden Vertreter*innen der Bewegungen für soziale Gerechtigkeit und Racial Justice. Equinox arbeitet dabei nicht nur mit rassifizierten Menschen, sondern wird auch von rassifizierten Menschen selbst geleitet. Mitgründer Alfiaz Vaiya, der zuvor als Koordinator der interfraktionellen Arbeitsgruppe für Rassismus und Vielfalt des Europäischen Parlaments tätig war, wird die Arbeit von Equinox vorstellen, von regionalen Perspektiven bis hin zur Änderung von Recht und Politik auf EU-Ebene.

Einlassvorbehalt: „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.“