[02.02.] Einladung zur Demo: Demokratie braucht Vielfalt

Wir alle erinnern uns noch an Ende Januar 2024, als 4000 Menschen den Wunsch nach „Demokratie verteidigen, Rechtsextremismus bekämpfen“ zu einer der größten Demonstrationen gemacht haben, die Dachau je gesehen hat.

Demokratie braucht Vielfalt! Unter diesem Motto ruft nun wieder ein breites, überparteiliches und konfessionsübergreifendes zivilgesellschaftliches Bündnis zu einer Demonstration für Demokratie, Vielfalt und Miteinander auf. Denn wir brauchen weder Hass noch Hetze, weder Lügen noch Geschichtsrevisionismus. Nicht Einfalt siegt, sondern Vielfalt! Die Demo wird am

Sonntag, 02. Februar um 14 Uhr
am Ernst-Reuter-Platz in Dachau-Ost

starten. Die Federführung haben der Runde Tisch gegen Rassismus und das Demokratiebündnis Dachauer Land. Es wird wieder Redebeiträge aus der Zivilgesellschaft, Musik und zwischendurch einen Umzug durch die Straßen von Dachau-Ost geben.

Bitte gebt den Termin über Eure Netzwerke weiter, damit wieder möglichst viele Menschen teilnehmen können.

Sharepic Einladung zur Demo am 2. Februar in Dachau Ost

[24.01.] Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst

Es kann wirklich niemand mehr sagen, man hätte es nicht gewusst: Die Enthüllungen um ein Geheimtreffen von Rechtsextremen – mittendrin hochrangige AfD-Politiker – in Potsdam haben Ende 2023 gezeigt, wohin die AfD strebt. Das Recherchenetzwerk CORRECTIV hat die Pläne zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland dokumentiert. Das Stichwort „Remigration“ markiert nun für jeden sichtbar den Rechtsextremismus innerhalb der AfD. Unter anderem als Reaktion darauf gingen in Deutschland Millionen Menschen auf die Straße, um für unsere Demokratie Gesicht zu zeigen, darunter auch 4000 in Dachau

Der Investigativjournalist Marcus Bensmann ist Teil des Medienhauses von CORRECTIV und recherchiert seit 2016 zur AfD. Er kommt auf Einladung von Änderwerk und Runder Tisch gegen Rassismus am

Freitag, 24.01.2025 um 19 Uhr
nach Dachau ins Ludwig-Thoma-Haus

und spricht aus seinen Büchern „Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst“ sowie „Der AfD-Komplex“ über die ungeheuerlichen Pläne der AfD.

Darin sind die CORRECTIV-Recherchen zur „Alternative für Deutschland“ und ihren andauernden Angriff auf die Demokratie zusammengefasst. Das Mittel der AfD dabei ist die Desinformation. CORRECTIV deckte illegale Parteispenden auf und wie die AfD aus der Schweiz über einen Tarnverein mit einer Wahlkampfhilfe in Millionenhöhe groß gemacht wurde. CORRECTIV zeigte, wie die AfD zur „Alternative für Russland“ wurde. Diese Abkehr aus der Westbindung hat Konsequenzen. Der Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, Maximilian Krah, forderte die Abkehr von den allgemeingültigen Menschenrechten…

Im Anschluss an seinen Vortrag gibt es eine Diskussionsrunde mit Marcus Bensmann und Fabian Handfest. Er ist bekanntlich u.a. Co-Sprecher des Runden Tischs gegen Rassismus Dachau und gibt Einblicke in Rechercheergebnisse zu rechtsextremen Aktionen vor Ort, auch bezogen auf die AfD. Die Runde, in die auch das Publikum einbezogen wird, wird von der SZ-Lokalredaktion moderiert.

Ankündigung der Veranstaltung in der Dachauer Süddeutschen Zeitung .

Die Dachauer Süddeutsche Zeitung berichtet über die Veranstaltung.

Fotos von der Veranstaltung (Bildrechte: Runder Tisch gegen Rassismus):

[08.12.] Ukraine Solidaritätsdemo

Während wir hier in Deutschland und Bayern unserem Lebensentwurf im gewohnten Maß folgen können, sind Menschen in der Ukraine nach wie vor der Aggression Russlands ausgesetzt. Dort prägt der Krieg das Leben mit Bombentod, Verwundung und ständiger Angst. Da muss man nicht Ukrainer*in sein, um zu unterstützen, Mensch sein reicht.

Um gerade jetzt ein klares und starkes Zeichen zu setzen, unterstützen unterschiedliche Parteien und Organisationen

am 08.12.2024 von 14-15h30
die Ukraine Solidaritätsdemo
am Volksfestplatz in Dachau

Ziel ist es, gemeinsam mit möglichst vielen Teilnehmenden aus allen Bereichen unserer Gesellschaft zusammenzukommen und den Rückhalt in unserer Gesellschaft deutlich greifbar zu machen. Das Motto der Veranstaltung ist: Jeder Beitrag zählt!

Redner*innen verschiedener Organisationen werden in kurzen Beiträgen unter anderem aufzeigen, wie vielfältig Unterstützung aktuell erfolgt und wie letztendlich jeder noch so kleine oder auf den ersten Blick unscheinbare Beitrag im Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit hilft. Die Motivation darf überspringen. 🙂

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist zur Teilnahme herzlich eingeladen. Transparente, Flaggen, Zeichen unserer demokratischen Parteien, Vereins T-Shirts, alle Zeichen des Zusammenhalts in einer Gruppe etc sind gern gesehen aber in keiner Weise erforderlich: Einfach ein unsere freie, plurale Gesellschaft, die hier klar zusammensteht.

Liste der Unterstützer (Auszug vom 13.11.2024):

Die Veranstaltung ist partei- und organisationsübergreifend. Zu den Unterstützern gehören neben dem Runden Tisch gegen Rassismus Dachau bislang auch Demokratiebündnis Dachauer Land, ChaosCityRiders Dachau, Seebrücke Dachau e.V., Förderverein für internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau, Fellas for Europe, Osteuropahilfe, NAFO, Domivka, KJR sowie B90/Grüne, CSU, FDP, Freie Wähler, SPD und Volt.

„Süddeutsche Zeitung: Gesellschaftliche Verantwortung vor Profit“

„Journalisten sind Demokratiearbeiter!“. (Heribert Prantl)

Unsere Initiativen, Helfer*innen und Organisationen bringen viel Einsatz mit, um in einer Zeit von wachsendem Populismus und der realen Gefahr des Faschismus unsere Demokratie zu verteidigen. Wir kämpfen gegen Falschnachrichten und auch Verfälschung der Geschichte. Wir kämpfen ebenso gegen Hetze und die gezielte Erzeugung von Verunsicherung. Das können wir freilich nicht allein.

Gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen sind wir auf die Unterstützung durch eine Qualitätspresse angewiesen, die sich journalistischer Ethik verpflichtet fühlt. Diese Presse muss nah bei den Menschen sein. Nicht nur in den Metropolen, sondern mit gleichem Recht auch in den ländlichen Gebieten ist gute Information notwendiger denn je. Was passieren kann, sehen wir in Regionen ohne Lokalpresse, in denen der Anteil an Wählerninnen für
demokratiefeindliche Parteien gestiegen ist.

Deshalb sind wir zum Entschluss gekommen, mit einer Online-Petition an die
gesellschaftliche Verantwortung der Geschäftsführung der Süddeutschen Zeitung zu
appellieren. Die Initiatoren sind das Demokratiebündnis im Dachauer Land, der Runde Tisch
gegen Rassismus Dachau e.V. und die Seebrücke Dachau e.V.

Die Petition: „Süddeutsche Zeitung: Gesellschaftliche Verantwortung vor Profit“
Ist zu finden unter: https://www.change.org/sz_regional_erhalten

Wir haben erst aus anderen Medien erfahren, dass die SZ-Regionalbüros in den
Landkreisen geschlossen werden und nur noch zwei Seiten über alle Landkreise rund um
München berichten. Diese Kürzungspläne kommen absolut zur Unzeit. Wir schlagen vor,
durch eine gute, lebensnahe und investigative Berichterstattung auch hier vor Ort die
Demokratie zu stärken.

Hubertus Schulz
Initiator des Demokratiebündnisses im Dachauer Land
Sprecher der Seebrücke Dachau e.V.
Peter Heller
Sprecher des Runden Tisches gegen Rassismus Dachau e.V.

Quellen:

https://www.message-online.com/specials/ringvorlesung-luegenpresse/prantl-journalisten-sind-demokratiearbeiter

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sueddeutsche-zeitung-schliesst-lokalredaktionen-a-ba314c18-df8e-4814-8cc8-1fe083e06919