Der Runde Tisch gegen Rassismus Dachau e.V. lädt ein zum nächsten DemokratiePunkt!
Sonntag, 19.04.2026 um 14 Uhr am Ernst-Reuter-Platz in Dachau Ost
Wir steigen mit dem Schwerpunkt „Nach den Kommunalwahlen“ ein. Es hat bemerkenswerte Ergebnisse in Stadt, Kreistag und Landkreisgemeinden gegeben. Über die sich daraus ergebenden Auswirkungen wollen wir diskutieren.
Alle sind eingeladen miteinander für anderthalb Stunden bei Frühlingswetter mit Kaffee und Kuchen über die Lage unserer Demokratie im Großen wie im Kleinen zu sprechen.
Der DemokratiePunkt wird in Kooperation mit dem Bürgertreff-Ost organisiert und ist wieder im Monatsrhythmus geplant. Folgetermin ist So 17.05. am selben Ort wieder um 14 Uhr.
im Rahmen seiner diesjährigen Veranstaltungsreihe „Zuhören, Verbinden, Haltung zeigen – Gesellschaft gestalten.“ zeigt der Runde Tisch gegen Rassismus
am Dienstag, den 14.04.26 um 19 Uhr im Erchana-Saal des Ludwig-Thoma-Hauses in Dachau
die Theateraufführung 3 Minuten von Compagnie Nik aus Berlin. Sie beschreiben ihr Stück über Flucht und Migration wie folgt:
„In der mexikanischen Wüste öffnet sich für 3 Minuten ein Grenzzaun. Familien, die seit Jahrzehnten getrennt sind, können sich im trockenen Flussbett des Rio Bravo begegnen. Dann schließt sich der Zaun wieder und trennt die Menschen erneut. Am Anfang dieser Produktion stand eine siebenwöchige Reise nach Mexiko, um dieser menschliche Tragödie mitten in der Wüste zu begegnen und sie in ein Theaterstück zu verwandeln. Dann kam Corona und das Ende dieser Pläne. Geblieben ist das Motiv der 3 min-Begegnungen und die Frage, was sich in diesem kurzen Moment erzählen lässt. Wir haben uns auf eine neue, eine Gedanken-Reise begeben und uns gefragt, was Migration, Grenzen und Flucht für unser gesellschaftliches ‚Wir‘ bedeutet, als weißes, privilegiertes, aufgehobenes Künstler*innen-Team. Da sind zwei Schauspieler*innen, die die Magie und die Last des Moments erkunden, auf einer nackten Bühne, auf der eine Uhr rückwärts läuft – drei Minuten – wieder und wieder und wieder und wieder. Es entsteht ein Sinnbild für die vielfache Teilung dieser Welt – an allen Grenzen – gleichgültig, ob diese aus Beton und Stahl oder aus Worten und Meinungen errichtet sind.“
Angesichts der politischen Weltlage, der meist verheerenden Situation für Abermillionen Geflüchtete und immer weiter zunehmende individuelle Anfeindungen könnte dieses Stück aktueller nicht sein. Die Aufführung selbst dauert 60 Minuten. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Künstler*innen statt.
Der Vorverkauf für den Eintritt zu 6€ findet über die Anmeldung unter www.kjr-dachau.de/veranstaltungen statt. Es gibt für Restkarten auch eine Abendkasse.
Noch bis zum 2. April ist in der Dachauer Friedenskirche die Ausstellung „Mit Worten die Welt verändern – Ein rassismuskritisches Alphabet“ zu sehen. Die Ausstellung entstand im letzten Jahr in Berlin, basierend auf einem Buch von Tupoka Ogette. Darin ordnet die afrodeutsche Bestsellerautorin und mehrfach ausgezeichnete Vermittlerin jedem Buchstaben von A bis Z einen Begriff rund um das Thema Rassismus zu, hinterfragt Denkgewohnheiten, deutet auf Alltagsrassismus hin und zeigt Möglichkeiten auf, wie wir rassismuskritisch denken und leben können.
Die Ausstellung wird in der Dachauer Friedenskirche noch bis zum 2. April 2026 gezeigt. Sie ist täglich in der Regel von 10 bis 17 Uhr zugänglich.
Ermöglicht wird die Dachauer Ausstellung durch eine Förderung aus dem Programm Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vermittelt von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau.
Valerie Viban, aus Kamerun stammender Referent für Antirassismus- und Dekolonisierungsarbeit bei Brot für die Welt, hat die Ausstellung kuratiert und war zur Vernissage aus Berlin angereist. Auf dem Podium diskutierte er mit den Münchner Aktivistinnen Modupe Laja und Kharis Ikoko über die Diskriminierungserfahrungen von Schwarzen Menschen in Deutschland und über Ansätze zu Empowerment und rassismuskritischer Bildungsarbeit.
2025 entstand in Berlin die Ausstellung „Mit Worten die Welt verändern“, basierend auf dem Buch „Ein rassismuskritisches Alphabet“ von Tupoka Ogette. Die Autorin ordnet jedem Buchstaben von A bis Z einen Begriff zum Thema Rassismus zu, hinterfragt Denkgewohnheiten, macht Alltagsrassismus sichtbar und zeigt Wege zu einem rassismuskritischen Denken, Sprechen und Handeln.
Tupoka Ogette, geboren 1980 in Leipzig als Tochter eines tansanischen Studenten und einer deutschen Studentin, wird zur Eröffnung eine Videobotschaft schicken.
Modupe Laja – afro-deutsche Literaturwissenschaftlerin, bildungspolitische Referentin sowie Aktivistin bei ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland
Valerie Viban – Referent für Antirassismus- und Dekolonisierungsarbeit bei Brot für die Welt, Kurator der Ausstellung
Moderation: Anne Dreyer, Abteilungsleiterin Kommunikation, Brot für die Welt
Musik: Kokonelle
Die Ausstellung wird vom 15. März bis zum 2. April 2026 gezeigt, die Friedenskirche ist in der Regel täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Kooperation: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, Brot für die Welt, Runder Tisch gegen Rassismus Dachau, Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau, Evang.-Luth. Friedenskirche Dachau
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